ALNO - Der Neustart des ehemaligen Küchengiganten.

Was ist zu erwarten vom ehemals größten Küchenhersteller Deutschlands?

Viele kennen den Namen ALNO, auch außerhalb der Branchenkreise. Umso mehr Leute konnten eine Küche von ALNO ihr eigen nennen. Nach 20 Jahren Verlustreichen Jahren musste der ehemals größte Küchenhersteller Deutschlands Insolvenz anmelden. Da zunächst kein Käufer gefunden werden konnte, wurde das Werk in Pfullendorf (vorerst) geschlossen. Der Küchenhersteller hatte in Höchstzeiten bis zu 2000 Mitarbeiter.

Alno Logo

Bei der Schließung gehörten alleine 400 Mitarbeiter der Verwaltung in Pfullendorf an. Nach diversen Managementwechseln und Meinungsverschiedenheiten zwischen Geldgebern und Geschäftsführern hatte das Unternehmen über die Jahre mehr als 300 Mio. € Schulden angehäuft. Zudem kamen immer wieder Gerüchte über Unregelmäßigkeiten innerhalb der Bilanzen des Unternehmens auf. Ebenfalls zu Alno gehörten die Küchenhersteller Pino Küchen und Wellmann, von denen nur Pino das Geschäft fortsetzen konnte. Aufgrund der ausgebliebenen Käufersuche musste Wellmann ebenfalls Konkurs anmelden. Pino hingegen wurde von einer Investorengruppe gekauft, an der u.a. Nobilia beteiligt ist. Die Schweizer Marken von Alno wurden ebenfalls veräußert. Im Jahr 2017 kaufte die britische Investmentgesellschaft RiverRock Capital Partners, wesentliche Teile von Alno, wie Grundstücke, Maschinen und Markenrechte, für 20 Mio. € auf. Seitdem fängt man bei Alno wieder klein an und möchte vor allem eins: “Vertrauen schaffen”.

ALNO AG - Küchenhersteller Werk in Pfullendorf
ALNO Werk in Pfullendorf - neuer und alter Standort des Küchenherstellers

Wie geht es weiter für Alno?

Die Marke Alno hat ein Vertrauensproblem, welches konsequent angegangen werden soll. Das über die Jahre vor der Insolvenz gewisse Unregelmäßigkeiten innerhalb der Bilanz aufgetaucht sind oder, dass den ehemaligen Managern von Alno Insolvenzverschleppung vorgeworfen wird, hat das Vertrauensproblem nur noch weiter bestätigt. Dennoch bietet die neue Alno GmbH mit seinen Küchen eine hohe Produktqualität, neue Designs und neue Innovationen an, die den Namen rehabilitieren und vor allem wieder etablieren sollen. Momentan scheint sich das Blatt zum positiven zu wenden, denn laut dem ehemaligen Geschäftsführer Andres Sandmann, wollen viele der ehemaligen Alno Händler wieder mit dem Küchenhersteller zusammenarbeiten. Momentan werden sogar mehr Küchen bei Alno angefragt als geliefert werden können, was ein durchweg positives Ergebnis für das Unternehmen darstellt. Über 300 Mitarbeiter sind ebenfalls wieder beschäftigt, auch ehemalige die mit dem Produktionsabläufen bestens vertraut sind. Dennoch lässt sich erst in den kommenden Jahren beurteilen, wie und ob sich die Neue Alno GmbH in Deutschland wieder etablieren kann. Der Grundstein ist gelegt und durch eine erhöhte Präsenz, unter anderem auf Messen wie der AREA 30, kann nun kaum ein Marktteilnehmer mehr daran vorbeikommen, dass Alno wieder da ist und einiges mitgebracht hat. Die einzigartige Chance die die Marke Alno bekommen hat muss nur noch genutzt werden, denn eins steht fest: es wird wohl die Letzte sein.

Zunächst gilt jedoch erstmal folgendes: Vertrauen zu schaffen.

Neue Alno Küchen: Alnoglint/Alnopearl

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